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Save the seas. Wear a net!

Save the seas. Wear a net!

Rund 71% unserer Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt – das Meer. Die Bedeutung dieses Ökosystems im Detail zu erklären würde hier viel zu weit führen. Fakt ist jedoch, dass das Meer für unser Leben auf der Erde unerlässlich ist. Wir brauchen es! Beeinflusst es doch unser Klima wesentlich, spendet Nahrung und hat erhebliche soziale und nicht zuletzt auch wirtschaftliche Bedeutung. Kurz: wir brauchen die Meere zum leben, sie brauchen uns aber nicht.

Die schöne Hansestadt Hamburg

Deswegen habe ich mich heute dazu entschlossen über ein Projekt zu schreiben, welches sich dem Schutz der Meere verschrieben hat. Lange habe ich überlegt, ob ich was über den G20 Gipfel in Hamburg schreiben soll. Überlegt was und wie, mich dann aber entschlossen es bleiben zu lassen. Es gibt aus der schönen Hansestadt Hamburg viel erfreulichere Geschichten zu berichten, nämlich die von Bracenet.

Bracenet ist eine Initiative aus Hamburg, gegründet von Madeleine und ihrem Freund. Beide sind im Bereich Werbung und Marketing tätig und hatten die Idee zu Bracenet auf einer ihrer vielen Reisen durch die Welt. Bracenet möchte einen Beitrag zur Verbesserung der Situation in unseren Weltmeeren leisten. Und das, auf eine sehr schöne und noch dazu stylische Art und Weise. Gemeinsam mit der Meeresschutz-Organisation Healthy Seas bergen die Hamburger so genannte Geisternetze aus den Meeren.

Jedes Jahr verenden Millionen von Meerestieren

Sie sind eine der größten Gefahren für unsere Weltmeere überhaupt: Fischernetze, die sich losgerissen haben oder absichtlich versenkt wurden. Diese sogenannten Geisternetze können jahrzehntelang unkontrolliert durch die Meere treiben und sind für viele Tiere eine tödliche Falle. Jedes Jahr verenden Millionen von Meerestieren auf qualvolle Art und Weise in diesen Geisternetzen. Darunter: Delfine, Robben, Wale, Schildkröten, Haie, Seevögel und unzählige Fischarten.“

Heißt es auf der Homepage. Man wolle aktiv etwas dagegen tun und öffentlich ein Zeichen setzen. So werden diese Netze geborgen, umweltschonend gereinigt und es entstehen Armbänder daraus, die so genannten Bracenets. Diese Armbänder kann man über die Webseite bestellen, 10% des Erlöses gehen wieder an Healthy Seas, welche davon Equipement und die Bergung finanzieren.

Da sind Profis am Werk

Ich habe mir in der Zwischenzeit drei dieser Armbänder bestellt. Es gibt sie mit nur einem Netz-Strang, welcher dann etwas dicker ist, oder mit zwei dünnen Strängen. Geschlossen werden sie immer mit einem Magnetverschluss aus Edelstahl, in den das Bracenet-Logo eingelasert ist. Die Magnetverschlüsse sind je nach Modell in goldfarben oder schwarz erhältlich. Besonders begeistert hat mich neben der Idee, wie liebevoll das Ganze aufgezogen ist. Man sieht, da sind Profis am Werk:-) Kommen die Bracenets doch in einer braunen Papiertüte per Post. Es ist natürlich davon auszugehen, dass diese aus Recycling-Material besteht. Jedes einzelne der Bracenets ist dann in einen kleinen Jutebeutel verpackt, welcher wiederum ein Karton-Etikett hat, auf dem Seriennummer des Armbands und die Größe vermerkt sind. In dem Beutelchen findet sich neben dem Armband ein Aufkleber und eine kleine Karte. Die kleine Karte transportiert ebenso, wie die größere Karte, die der Sendung beilag, die Botschaft des Projektes.

Ich bin verliebt!


Mich als Marketing-Tussi hat somit neben der Idee das Gesamtkonzept begeistert. Ich bin verliebt! Vielleicht auch, weil Bracenet eine Upcycling-Idee ist. Und für dieses Thema schlägt mein Herz ja sowieso.

Scheinbar bin ich damit nicht die Einzige, denn die Bracenets sind relativ schnell ausverkauft. Im Moment sind wieder vier verschiedene Farben verfügbar, aber davor gab es wochenlang nur zwei Modelle. Aber wen soll es auch wundern, denn wie ich finde, eine wunderbare Idee, welche auch noch in einer wunderbaren Aufmachung daher kommt. Zudem hat Madeleine für ihr Projekt in der Zwischenzeit neben den Initiativen Healthy Seas, Nofir und Ghost Fishing prominente Unterstützer wie unter anderem die Bergsteiger-Legende Reinhold Messner, den Schauspieler und Komiker Michael Kessler oder den ehemaligen Fußballprofi Collin „Chippa“ Benjamin gewinnen können.

Nachdem für mich ganz persönlich das Meer und seine Bewohner eine wichtige Rolle spielt, trage ich die Botschaft von Bracenet in die Welt und das Statement am Arm!

Save the seas. Wear a net!